bremer kriminal theater
/

Das SPANNENDSTE Theater Bremens...

 

William Rose

LADYKILLERS

Freudig erregt stimmt Mrs. Wilberforth zu, als ausgerechnet Professor Marcus ihr kleines Zimmer mieten möchte. Denn er und seine drei Freunde frönen der Hausmusik, sagen sie und möchten nur ein wenig üben. Und während die alte Dame sich in den folgenden Tagen den Klängen von Boccherinis Streichquartett hingibt, ahnt sie natürlich nicht, dass die ganze Pracht vom Plattenspieler kommt. Genau so wenig, dass die vier ganz andere Dinge planen als eine Karriere als Musiker. Und erst recht nicht, dass sie selbst in den Plänen der Vier eine ganz zentrale Rolle spielt…

Die Verfilmung aus dem Jahre 1955 mit Alec Guiness und Katie Johnson gilt als Klassiker der schwarzen Krimikomödie. Der Neu-Verfilmung aus dem Jahre 2004 mit Tom Hanks war weniger Fortune beschert.

Es spielen: Nina Arena, Mark Derichs, Guido Kober, Martin Leßmann, Mateng Pollkläsener

Regie: Ralf Knapp

Bühne: Ralf Knapp / Heiko Windrath

Kostüme: Bianca Oostendorp


Premiere am 9.3.2018


Vier Kleinkriminelle haben die Rechnung ohne die rüstige Rentnerin gemacht! Als Mrs. Wilberforth ein Zimmer an Professor Marcus vermietet, ahnt sie nicht, wen sie sich da ins Haus geholt hat.

Mit seinen drei Freunden übt er, mimt er Kammermusik. Doch die Streicher kommen vom Plattenspieler, während das Gangsterquartett im feinen Zwirn einen Überfall plant. Als die Witwe Wind davon bekommt, läuft der Coup aus dem Ruder…

Die Krimikomödie „Ladykillers“ ist einer der großen britischen Klassiker. Das kleine Bremer Kriminal Theater zaubert die Story mit wenigen Mitteln als stimmigen Abend auf die Bühne. Herzstück ist das charmante, windschiefe Häuschen. Das Ensemble begeistert mit vollem Einsatz und perfekter Situationskomik. Großer Applaus! (BILD)

Einfach stilecht. Mit der Gangsterkomödie „Ladykillers“ greift das Bremer Kriminaltheater auf die bekannte, gleichnamige Filmvorlage von 1955 zurück. Der freche und lustige Krimischwank begeisterte am Freitagabend das Premierenpublikum.

Bei allem Stil, das Haus von Mrs. Wilberforth ist einfach windschief, auch von innen. Unter einem freien Zimmer steht eine Küchenzeile. Die Wand neben der ständig hakenden Zimmertür fehlt. Durch das Fenster kommt Rauch, immer, wenn Züge vorbeifahren. Der herrlich schiefe Bau auf der Bühne ist einfach schön, passend und originell.

Nina Arena verleiht der alten Dame altersbedingte Verwirrtheit, kompromisslos höfliche Umgangsformen und unerschütterliche Prinzipientreue in Moralfragen. Auch die vier Gangster erklimmen als überzeugend dargestellte Originale die Bühne. Äußerst höflich und sogar wirklich empathisch ist Gentleman und Professor Marcus, gespielt von Martin Leßmann, fast ein Gegenstück zu der Gastgeberin. Mateng Pollkläsener gelingt daneben die geradezu virtuose Verkörperung des stark zurückgebliebenen, aber mit Muskeln bepackten Riesenbabys Knoxton. 

Ein sehenswerter Gangster-Schwank mit britischem Humor, der zunächst etwas gemächlich daher kommt, dann aber mächtig Fahrt aufnimmt. Alle Mitspieler treffen ihre Rollen von Beginn an hervorragend. Bei den etwa 200 Zuschauern im fast ausverkauften Theater kommt besonders die Situationskomik an. (KREISZEITUNG)